GS Verminderung von Rauchgasemissionen, KeniaGS Verminderung von Rauchgasemissionen, Kenia
Zur Darstellung dieser Inhalte benötigen Sie den Adobe Flash Player ab Version 9.
KategorieKategorie Energieeffizienz   Emissions-Emissions-
reduktionreduktion
Ca. 485.000 t CO2e p.a.
StandortStandort
NO FLASH

Google Maps

Kenia ProjektstatusProjektstatus VER
zertifiziert

PROJEKTBESCHREIBUNGPROJEKTBESCHREIBUNG

Situation vor Ort:

Rauchgasbedingte Emissionen stellen in Kenia ein erhebliches Klima-, Umwelt- und Gesundheitsproblem dar. In den ländlichen und abgelegenen Regionen Kenias wird bis heute überwiegend mit Holz oder Holzkohle auf offenen Feuerstellen oder mit ineffizienten Holzkohleöfen gekocht. Betroffen hiervon ist auch das einfache Abkochen von Wasser. Die Brennstoffe werden in der Regel sehr ineffizient genutzt. Der hohe Brennstoffbedarf führt zu einer enormen Abnahme des Waldbestandes. Die jährliche Abholzung ist schätzungsweise 13 Mal größer als die Wald-aufforstung. In der Regel sind Frauen mit der Beschaffung von Holz beschäftigt und müssen so immer längere Bezugswege, bis zu 15 km täglich, für Holz und Holzkohle in Kauf nehmen. Das Kochen auf oftmals offenen Feuerstellen sowie die Verwendung von unsauberem Trinkwasser stellt zudem ein hohes Gesundheits-risiko dar. Weltweit sterben laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedes Jahr rund 1,6 Millionen Menschen an den Folgen rauchgasbedingter Krankheiten, durch verunreinigtes Wasser ist die Anzahl noch höher.


Klimaschutztechnologie:

Im Rahmen des Projektes werden pro Jahr ca. 100.000 Kochöfen produziert, die deutlich weniger Brennstoff benötigen, sowie eine Vielzahl an verschiedenen Wasserfiltern verteilt. Brennstoffe werden so zum einen deutlich effizienter genutzt oder im Falle der Wasserfilter sogar vollständig substituiert. Das Merkmal des Projektes ist also die Bündelung von verschiedenen Ansätzen zur Emissionseinsparung.


Nachhaltige Entwicklung:

Durch den Erhalt des Waldes schützt das Projekt die lokale Umwelt als wichtigen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die Gesundheit der lokalen Bevölkerung profitiert zudem von einer deutlichen Verringerung der Rauchgase. Die Einsparung an Brennstoffen erlaubt es der Bevölkerung darüber hinaus, die Zeit, die sonst für das Sammeln von Holz aufgebrachte wurde, sowie das Geld für den Zukauf von Holzkohle in andere Bereiche des Lebens zu investieren. Mit der Produktion, der Vermarktung und Wartung der Öfen sowie der Filtersysteme vor Ort, werden in strukturschwachen Regionen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und damit die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Kenias gefördert.